Eigentlich Cello-Virtuose, dann für einige Jahre durchaus erfolgreicher Dirigent, lag Rudolf Hindemiths nicht geringer Ehrgeiz schließlich auf dem Feld des Komponierens. Einen Großteil seiner Kompositionen nehmen die Werke für Klavier ein. In ihnen spiegelt sich, häufig in aphoristischer Kürze, seine ganz individuelle Schreibweise, die auf Musikantik, nämlich variable, rhythmische Prägnanz und unverkrampfte Virtuosität setzt. Eher wird hier ein musikalischer Gedanke abgebrochen, als ihn mehr oder weniger bemüht weiter zu führen.
ORF-CD474